Mitgliederversammlung 2025: Detallierter Rückblick auf ein gemischtes Jahr 2024

01. April 2025

Turnusmäßig standen bei der ordentlichen Mitgliederversammlung 2025 Neuwahlen im neuen Clubrestaurant „i Trulli“ auf dem Programm. Es wurden gewählt (im Bild oben): Vorne von links: Dr. Joachim Kuhn, Präsident, Julia Amann, neue Vizepräsidentin Organisation, Nachfolgerin von Annette Trabold (rechts daneben), bisherige Vizepräsidentin Organisation. Mittlere Reihe von links: Christian Kosolowski-Staudt, scheidender Vizepräsident Finanzen, daneben Nachfolger Florian Kleppmann, neuer Vizepräsident Finanzen und Christopher Enser-Bönisch, Vizepräsident Anlagen. Hinten von links: Julius Gold, Vizepräsident Sport und René Rügamer, Vizepräsident Jugend.

Die Nachfolge ist gesichert

Nachdem Annette Trabold, Vizepräsidentin Organisation, bereits bei der Mitgliederversammlung 2024 ihren Rücktritt für die nächsten Wahlen verkündet hatte, wurde es nun ernst. Sie trat nicht mehr an, ebenso wie Christian Kosolowski-Staudt, Vizepräsident Finanzen. Für beide Positionen standen die Nachfolgerin Julia Amann und der Nachfolger Florian Kleppmann glücklicherweise in den Startlöchern, was für diese Positionen eine unkomplizierte Wahl bedeutete.

Julia Amann gehört seit zwei Jahren dem Verein an und begann nach acht Jahren Tennispause, wieder den Schläger zu schwingen. Organisationsfreudig und medienaffin ist sie prädestiniert für diesen Posten. „Ich freue mich, den Ball von Annette aufnehmen zu können. Ich trete in große Fußstapfen“, betonte sie. Für den Vizepräsidenten Finanzen hätte es wohl kaum eine bessere Wahl als Florian Kleppmann geben können. Als Banker bei der Deutschen Bank bestens vertraut mit Zahlenwerken, will er sich voller Elan in die Materie stürzen.

Ein wenig anders sah es für Christopher Enser-Bönisch, Vizepräsident Anlagen, aus. Auch er wünschte sich eine Nachfolge und wollte eigentlich nicht mehr zur Wiederwahl antreten, aber mangels Alternative erklärte er sich bereit, doch noch die kommenden zwei Jahre bis zur nächsten Wahl zur Verfügung zu stehen. „Noch einmal mache ich es“, verkündete er. Auch Präsident Joachim Kuhn ließ anklingen, dass bei der nächsten Wahl in zwei Jahren für ihn Schluss sein könnte. „Ich wäre glücklich und zufrieden, wenn sich in den nächsten zwei Jahren eine Lösung anbieten würde“, verkündete er.


Der Verein ist gesund

Eine gute Nachricht gab es von Aufsichtsrat Wolfgang Paul. „Der Verein ist gesund“, stellte er nach eingehender Prüfung der Bilanz fest. Das hörten die Mitglieder des TC Weiß-Blau Würzburg gerne. „Wir haben vieles auf den Weg gebracht“, lobte Dr. Joachim Kuhn, Präsident des Vereins, der weiter gewachsen ist und zum 31.12.2024 stolze 667 Mitglieder zählte. Kuhn hob hervor, dass man sich nicht ausruhen dürfe, sondern die vielen Möglichkeiten, Einnahmen zu generieren, besser genutzt werden sollten. „Wir müssen wieder mehr unsere eigenen Dinge bespielen“, zielte er auf Bowlingbahn, Gastronomie, Physiotherapiepraxis und eigenen Tennis-Shop ab, „wir müssen im Bereich Sponsoring aktiver werden“.

Außerdem hofft man, dieses Jahr endlich das in den letzten Jahren immer wieder vordringliche Thema „Suche nach einem neuen Pächter für das Clubrestaurant“ ad acta legen zu können. „Ich möchte nicht jedes Jahr auf die Suche gehen“, betonte Kuhn. Da appellierte er eindringlich an die Mitglieder, das neue Clubrestaurant „i Trulli“ rege zu besuchen. Im Hinblick auf die Unterstützung des Wirtes ging der Antrag ein, in dem vorgeschlagen wurde, den Mitgliedern einen noch festzulegenden Betrag für einen Essensgutschein im Clubrestaurant zu verrechnen, um die clubeigene Gastronomie zu stärken. Darüber wurde positiv abgestimmt. Nun wird die Möglichkeit der Umsetzung geprüft.

Sportliches mit Licht und Schatten

Aus sportlicher Sicht ist der Abstieg der beiden Topteams wenig erfreulich. Die 1. Damen fielen dem gleitenden Abstieg zum Opfer und mussten nach acht Jahren in Regional- und Zweiter Bundesliga als Tabellenfünfte doch noch in die Bayernliga zurück. Die 1. Herren mussten die Zweite Bundesliga nach sieben Jahren in Richtung Regionalliga verlassen. „Da müssen wir positiv denken und den ein oder anderen Aufstieg wieder anpeilen“, machte Kuhn Mut. Positiv hob er den Verlauf der Winterrunde bei den 1. Herren hervor, die in den letzten vier Jahren drei Mal die Meisterschaft in der höchsten Spielklasse holten. So auch diesmal wieder.

Erfolgreiche Jugend

Auch der Nachwuchs macht positiv von sich reden, ließ René Rügamer, Vizepräsident Jugend, wissen. Erfreulich, dass die Mitgliederzahl in der U18 konstant blieb und bei anteilig rund 27 Prozent liegt. In der Medenrunde 2024 traten neun Teams in acht Ligen an. Die 1. Junioren 18 und 2. Junioren 18 schlugen in derselben Klasse auf. Es gab vier Abstiege, denen zwei Aufstiege gegenüberstehen. Erfreulich, dass die Juniorinnen U 18 für die nordbayerische Mannschaftsmeisterschaft in Nürnberg qualifiziert waren und Zweite wurden. Auch in der Winterrunde waren die Junioren aktiv und belegten den zweiten Platz. Aber nicht nur im Mannschaftsbereich, sondern auch einzeln sind Jugendspielerinnen und -spieler erfolgreich unterwegs. Beispielsweise Benno Erb in der U15, der im Viertelfinale bei den deutschen Meisterschaften stand. Außerdem sind rege im Turnierbetrieb unterwegs: Anna Bauer, Lola Erb, Carla Siempelkamp, Daria Bartes-Bude und Andreas Bartes-Bude. In der diesjährigen Saison sind wieder neun Jugendmannschaften gemeldet.

Julius Gold, Vizepräsident Sport, gab einen Überblick über die Mannschaftszusammensetzung bei Aktiven- und Seniorenteams. Nicht mehr gemeldet sind die Herren 70 und die 3. Damen. Dafür sind neu am Start die 2. Herren 50 sowie die 4. Damen, was insgesamt wieder zwölf Teams bedeutet wie schon 2024. Mit den neun Jugendteams gehen insgesamt für Weiß-Blau 21 Mannschaften in der Medenrunde an den Start, die von den 1. Damen in der Bayernliga und den 1. Herren in der Regionalliga angeführt werden.

Vereinsleben, Anlage und Finanzen

Annette Trabold, scheidende Vizepräsidentin in Sachen Organisation, blickte auf viele Jahre zurück. Sie hatte das Buchungssystem Book & Play auf den Weg gebracht, die Digitalisierung mit der Installation einer neuen Homepage vorangebracht, als großes Projekt den Bau der Bowlingbahn begleitet, den Wegfall der Lichtautomaten verantwortet und diverse Events federführend betreut wie die Après Ski Party, das Sommerfest, Oktoberfeste, gemeinsames Public Viewing auf der Anlage bei Champions League und 2024 bei der Fußball-EM. „Nun soll es genug sein“, verdeutlichte sie.

Die finanzielle Lage machte Christian Kosolowski-Staudt, Vizepräsident Finanzen verständlich. Zunächst ließ er wissen, dass der Cash-flow rund eine schwarze Null aufweist. „Wir sind super über das Jahr gekommen“, stellte er fest, „unsere Halle ist gut ausgelastet“. Das spült rund 70.000 Euro in die Kasse. Allerdings gehen die kompletten Mitgliedsbeiträge für weiter gestiegene Strom-, Gas- und Wasserpreise und Instandhaltungsmaßnahmen weg. Anschaulich machte er die Kostenentwicklung am Beispiel des Hamburgers „Big Mäc“. Kostete der 2021 noch 4,15 Euro, schlägt er 2025 mit 6,29 Euro zu Buche. Ausgaben werden für die Beregnungsanlage, Erneuerung der Zäune und Sanierung der Plätze 1-3 anfallen.

Christopher Enser-Bönisch blickt auf rund 22 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Verein zurück. Viele Jahre war er im Präsidium als Vizepräsident Anlagen tätig. Da hatte er so manche Herausforderung zu meistern, wie die Umsetzung des Großprojekts Sanierung Tennishalle, viele Instandhaltungsmaßnahmen wie beispielsweise für die Duschen und Nassräume, Gastronomie und Heizung. Außerdem mussten neben vielen Kleinigkeiten einige große Sturm- und Wasserschäden sanierte werden, was erfolgreich umgesetzt wurde.

Im Hinblick auf die anfallenden Reparaturarbeiten wurde der Antrag auf ein zweckgebundenes Darlehen gestellt, um im Notfall schnell reagieren zu können. „Es ist ein Darlehen, was bei Bedarf Handlungsfähigkeit garantiert“, erklärte Kuhn. Das war schon einmal 2022 der Fall. Damals wurde ein Darlehen von 100.000 Euro genehmigt. Davon wurden 55.000 Euro bisher abgerufen. Nun wurde über die Erweiterung auf 150.000 Euro positiv abgestimmt. „Damit sind wir auf der sicheren Seite“, freute sich Kuhn.

Im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung fanden traditionell auch die Ehrungen für langjährige Mitglieder statt, von links: Dr. Johann Kühnl für 45 Jahre Vereinszugehörigkeit, Volker Stratenwerth für 70 Jahre, Heribert Düthmann für 30 Jahre, Christian Probst für 40 Jahre. Rechts Vereinspräsident Dr. Joachim Kuhn.